Splish-splash! So bunt kann Sport im Wasser sein

Sport im Wasser macht Spaß und hält auch noch fit – so nebenbei. Ich habe die vielfältigsten Bewegungsideen für den Sommer für dich gesammelt.

Sport im Wasser - untergetaucht im kühlen Nass

Was ist das ultimative Sommergefühl? Blauer Himmel, Sonne, der Duft von Sonnencreme, Erdbeereis … und ein Köpfler ins kühle Nass. Oder vielleicht auch ein weniger eleganter Bauchfleck. Jedem, wie es ihm plaisiert! 

Gibt es etwas Besseres, als sich auf diese Weise die Hitze des Tages vom Leib zu halten? Rein ins Wasser, und auf der Stelle ist es völlig egal, ob man vorher im Stau stand oder im Büro ohne Klimaanlage schuften musste. Wasser hat diese wunderschöne Eigenart, einem auf der Stelle alles Unliebsame aus dem Hirn zu waschen. Und das Beste: Sport im Wasser ist wohl die einzige Art, sich fit zu halten, ohne sich zu überhitzen. Ohne am Ende mit knallrotem Kopf mit dem Heidelbeereis um die Wette zu leuchten.

Sport im Wasser: Das vielfältige Element

Wasser ist ein freundliches Fitnessgerät. Es trägt einen, nimmt Gewicht von den Gelenken. Es streichelt über die Haut, während man durchgleitet. Dass man am Ende trotzdem schnaufend am Beckenrand hängt wie ein betrunkenes Seepferdchen, liegt dann wohl daran, dass man gekrault ist und man das mit dem Atmen nicht so einfach hingekriegt hat.

Streichelsanft also und gleichzeitig sehr wirkungsvoll, so würde ich Schwimmen charakterisieren. Es ist ein sogenannter Kraft-Ausdauersport und noch dazu ein Ganzkörpertraining. Wenn ich mich nach dem Schwimmen im Schatten räkle, spüre ich, wie jede Zelle meines Körpers sich freut (sorry für den Ohrwurm! 😉). Wie jede Muskelzelle sich neu sortiert, sich ihr Plätzchen zwischen ihren Kolleginnen ein kleines bisschen schöner macht. 

Weil Wasser so herrlich vielseitig ist, gibt es außer Schwimmen auch noch viele andere Spielarten. Doch der Reihe nach.

Längen ziehen: Die Schwimmstile im Überblick

Schwimmen wird als einer der gesündesten Sportarten bezeichnet, und das glaube ich sofort – siehe oben. Hier die vier Schwimmstile:

Brustschwimmen. Kommt als der gemütliche Onkel daher: Man kommt gut voran, kann jederzeit atmen und wir haben es (hoffentlich) alle in der Schule gelernt. Doch  der liebe Onkel kann ein Schwergewicht werden, wenn man korrekt Brustschwimmt. Was man im Übrigen unbedingt tun sollte, dem Nacken, dem Hohlkreuz und den Knien zuliebe. Der Schwimmstil ist technisch anspruchsvoll und kann ordentlich anstrengend sein.

Kraul. Der Ästhet unter den Schwimmstilen. Elegant wie ein Hai zieht man durchs Wasser, und weil man dabei den wenigsten Wasserwiderstand hat, ist sie auch die schnellste Schwimmart. Das Schwierigste dabei ist wohl das Atmen, weil man  kopfunter schwimmt und nur in bestimmten rhythmischen Phasen Luft holen kann. Beim Wasserballkraulen hingegen hast du den Kopf immer über Wasser, dafür ist das wiederum kräfteraubender.

Rücken. Am Rücken liegen, die Wölkchen beobachten und gemächlich die Arme durchs Wasser ziehen – herrlich! Wäre da nicht die Tatsache, dass man dabei meist auf Kollisionskurs ist, weil man beim Wölkchenbeobachten die anderen Schwimmer nicht sieht. Oder auch den Beckenrand, der einem durchaus eine Beule am Kopf bescheren kann, wenn man schnell genug unterwegs ist.

Delphin, auch Schmetterling genannt. Die Königsdisziplin, die die Wenigsten beherrschen. Ich bevorzuge es, diesen Stil einfach nur bei anderen zu bewundern, denn Delphin ist äußerst kräfteraubend und technisch anspruchsvoll. Selbst die besten Schwimmer schauen nach zwei Längen aus, als könnten sie eine Infusion vertragen.



Mehr als Schwimmen: Die bunte Welt des Wassersports

Wenn du glaubst, mit Schwimmen wäre alles zum Thema Sport im Wasser gesagt, bist du auf dem Holzweg. Dann hast du die eigentliche Party verpasst. Schau mal, was du alles probieren kannst:

Aqua-Zumba und Aqua-Aerobic. Musik, Rhythmus und viel gute Laune, so lässt sich das wohl zusammenfassen. Selbst wenn du zwei linke Füße hast, gehst du nicht unter.

Aquajogging. Ich habe hier schon mal über die französische Variante „Longe-côte“ am Meer oder in einem flachen See  berichtet. Aquajogging gibt es aber auch in einer Variante mit Schwimmweste um den Bauch, bei der du eher auf der Stelle trittst. Für Ausdauer und Gelenke ist das jedenfalls ein Volltreffer.

Aquafitness. Wird manchmal auch als Wassergymnastik bezeichnet, was dem Sport aber nicht gerecht wird, weil es so ein bisschen als Seniorenturnen abgetan wird. Wobei: Wenn man so manche fröhlichen Grüppchen betrachtet, wundert man sich nicht, denn oft siehst du in die Gesichter kichernder Seniorinnen. Ich rate dir trotzdem: Probier es einmal aus, dann wirst du nie wieder die Nase rümpfen. Aquafitness kann ganz schön anstrengend sein!

Wassergewichtstraining. Wird oft ins Aquafitness hineingepackt. Mit Hanteln und Widerstandsbändern baust du Muskeln auf. Und dabei kannst du deine Hanteln sogar problemlos zum Becken tragen, weil sie mit Luft gefüllt sind.

Sport im Wasser für die Ambitionierten

Schwimmen ist dir zu einzelgängerisch, aber sportlich soll es schon ordentlich sein? Wie wäre es dann mit Wasserball? Das ist im Grunde Handball, nur nass. Zwei Teams zu je sieben Spielern versuchen, das gegnerische Tor zu treffen. Die reine Spielzeit ist vier mal acht Minuten, wobei bei jeder Unterbrechung gestoppt wird. Du solltest dabei oben erwähntes Wasserballkraulen beherrschen, damit du mit Ball schnell vorankommst. Anstrengend!

Freiwasserschwimmen. Ich habe das lange als nur eine Variante des Beckenschwimmens betrachtet, doch eigentlich sind nur die Schwimmstile dieselben. Was im Freiwasser dazukommt: Du hast Wind und Wetter, kalte Strömungen, musst mit Wellen von allen Seiten zurechtkommen. Und es erfordert auch mehr Mut, denn wenn du einen See querst, gibt es keinen rettenden Beckenrand in unmittelbarer Nähe. Zum Glück gibt es Schwimmbojen, die du dir um die Taille hängst, an der du dich im Notfall ein wenig festhalten kannst. Ach ja, für viele auch eine Mutprobe: Was weiß man schon, was da in der finsteren Tiefe alles auftauchen kann! Huch!

Synchronschwimmen ist Lächeln, während die Lunge verzweifelt nach Sauerstoff bettelt. Aber wenn du es beherrschst, kannst du Ästhetik, Kraft und Grazie verbinden und hast bewundernde Blicke auf jeden Fall auf deiner Seite.

Abtauchen für Entdeckergeister

Sport im Wasser muss nicht zwangsläufig anstrengend sein. Tauchen und Schnorcheln, vor allem im Meer, kann ich herzlich empfehlen. Ich erinnere mich noch an meinen allerersten Tauchversuch mit Sauerstoffflasche in einem italienischen Hafenbecken, als ich meinen Freunden euphorisch meine erste Eroberung zeigte: eine leere Muschelschale. Der Kommentar meines Tauch-Buddys: Da hat wohl einer am Boot Vongole gegessen und die Schale einfach über Bord gekippt. 😉 Ich habe meine Trophäe trotzdem aufgehoben. 

Einfach im Wasser sein: Auch Planschen zählt

Eine Disziplin, die wohl in keinem Trainingsplan steht, für die wir aber wohl alle ein Naturtalent haben: Planschen. Auf der Luftmatratze im Wasser treiben, am Beckenrand hängen und in die Sonne blinzeln, über Wellen hüpfen, einem großen Wasserball mit Werbeaufschrift nachhechten, sich gegenseiten nassspritzen, Arschbomben springen ohne Ende. Wenn das nicht Sommerfeeling pur ist!

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